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Pech und Glück zugleich


Pech und Erfolg liegen oft nah beieinander. Das erfuhr der Fahrer des Sunny-Cani-Teams, Fabian Pellmann, bei der Tour de Ruhr. Für ihn und den zweiten Schüler des Sunny-Cani-Teams, Lukas Nacke, ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: die erste Teilnahme mit eigenem Führerschein und eigenem Solarfahrzeug.

So machten sich die beiden am 26. Juni zusammen mit Benedikt George, der ein Fahrzeug der Sponsor-Firma Rüschkamp steuerte, und dem Betreuungslehrer Bernd Lieneweg, der das dritte Elektromobil des Teams fuhr, zunächst auf den Weg nach Dortmund zum ersten Ruhr-Symposium der "EnergieAgentur.NRW", um sich zusammen mit 150 Experten und Interessenten über das Topthema "Gestaltung der zukünftigen Mobilität" zu informieren und sich an der Ausfahrt zum Schloss Cappenberg zu beteiligen. Doch schon auf der Hinfahrt zeigte sich, dass die notdürftig reparierte Hinterachse von Fabians Schulfahrzeug ?liebevoll "Lothar" genannt ?den Anforderungen der Tour nicht gewachsen war. So wurde "Lothar" kurzerhand eingetauscht gegen das Elektroauto der Familie Graute. Und mit diesem Leihfahrzeug gelang es Fabian Pellmann dann, in der Energiespar- und Geschicklichkeitswertung, bei der es auch einen Beschleunigungsspurt gab, den ehrenvollen zweiten Platz zu belegen.

Sieger war das nagelneue Projektfahrzeug der Firma Citycom, das mit den neuartigen Lithium-Ionen-Batterien bestückt war. Umso bewundernswerter war der zweite Platz von Fabian Pellmann, der ein älteres Fahrzeug mit klassischen Bleibatterien der Firma CTM ins Ziel steuerte. Und so wurde er der umworbene Liebling der Reporter und des gesamten Teilnehmerfeldes, musste Interviews für Funk und Fernsehen geben und erhielt den begehrten Tour-de-Ruhr-Pokal nebst Küsschen von der gleichaltrigen Kristin aus dem Orga-Team der ISOR, der ausrichtenden Initiative Solarmobil Ruhrgebiet. So ging ein schönes, zum größten Teil sonniges Wochenende mit für die Elektrofahrzeuge teils grenzwertigen Bergstrecken auf dem Gelände der Fernuniversität Hagen für das Sunny-Cani-Team glücklich zu Ende.

Quelle: WN, 30.06.08