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Sunny-Cani-Team auf "Stromberg"


Die Elektrofahrzeuge des Sunny-Cani-Teams sind in ihrer Kategorie schon fast Oldtimer. So treten immer wieder Probleme mit der Mechanik und Elektrik auf, die dann bei den Bastlertreffen der AG am Canisianum gelöst werden müssen. Als letzte Tour vor der Winterpause stand jetzt eine Fahrt nach Rheda-Wiedenbrück auf dem Programm, zu der Elektroingenieur Fedor Krämer das Team eingeladen hatte. Die zahlreichen vorher zu erledigenden Reparaturen erforderten einen 17-stündigen Arbeitstag in der zur Werkstatt umfunktionierten Garage der Familie Pellmann, bevor dann am Dienstag um 9 Uhr am Cani gestartet werden konnte.


Das Sunny-Cani-Team zu Besuch bei Felix Kleineidam in Drensteinfurt.

Da wegen der derzeit etwas eingeschränkten Reichweite der Autos die erste Stromtankstelle der Drehstromliste (enthält Stromzapfstellen auf Gegenseitigkeit) in Beckum nicht sicher erreicht werden konnte, gab es den ersten Ladehalt bei Lehrer Felix Kleineidam in Drensteinfurt. Der empfing das Team mit den beiden Schülern Lukas Nacke und Fabian Pellmann sowie den beiden Kollegen Bernd Lieneweg und Dr. Georg Schütz mit einem zweiten Frühstück. Beim Tanken an der Drehstromtankstelle in Beckum wurde die Ladezeit für die Mittagspause und für vorher nicht mehr fertig gewordene Schönheitsreparaturen am restaurierten Fahrzeug von Lukas Nacke genutzt.


Strom Tanken an der Drehstromkiste in Beckum. Sehr löblich die blaue CEE-Kupplung

Hatte die Gruppe zunächst die Straße "am Ladestrang" entdeckt, galt es nun, den "Stromberg" zu erklimmen. Besonderen Spaß machte anschließend die rasante Abfahrt an der aus Geografie-Lehrbüchern bekannten Schichtstufe. Pünktlich zum Kaffeetrinken wurde Rheda-Wiedenbrück erreicht, wo neben den Getränken in die durstigen Kehlen auch reichlich Strom aus dem hauseigenen mit reinem Pflanzenöl gespeisten Blockheizkraftwerk in die Elektromobile floss. Daneben betreibt der lokale Umweltpreisträger Fedor Krämer noch mehrere Solaranlagen und ein kleines Windrad an seinem Haus. Zusammen mit seiner Frau Ulla hatte er für den Nachmittag in seinem Samba-Bulli, einem VW-Oldtimer aus den 60er-Jahren, eine Stadtrundfahrt durch Wiedenbrück und Rheda organisiert. Die Stadt möchte wie Lüdinghausen als Cittaslow-Stadt zertifiziert werden. Abends schwelgten die Elektrofahrer im mit alten Kinosesseln bestuhlten Kellerkino der Krämers in Erinnerungen: Es wurden Tour-de-Ruhr-Filme und Dias von anderen gemeinsamen E-Mobil-Rallyes gezeigt.


Das Erreichen von Stromberg oben auf dem "Stromberg" hatte eine Menge Strom gekostet.

Die anstrengenden Werkstattstunden vom Vortag und das "Stromstoß" genannte Getränk aus der Region sorgten danach für einen guten Schlaf. Am Mittwoch, nach der Besichtigung der raumfüllenden, computergesteuerten Modelleisenbahnanlage auf dem Dachboden und der selbst gezüchteten Jatropha-Ölpflanzen (Energiepflanzen aus Afrika) im Gewächshaus der Krämers, ging es in ähnlichen Etappen wie am Vortag wieder auf die Rückreise nach Lüdinghausen.

Quelle: WN 13.10.2008