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DSL-Tour Westenholz 09


Das Sunny-Cani-Team machte sich - wie schon im vergangenen Jahr - auf die Reise nach Delbrück- Westenholz. Margret Pfeifer und Franz Lödding - ein Lehrerehepaar aus der Elektro-Auto-Szene - hatten zum zweiten Mal zur DSL-Tour auf ihren Hof eingeladen, gut 20 Fahrzeuge aus ganz Deutschland waren gekommen. DSL ist die Drehstromliste, durch die sich inzwischen annähernd 200 Elektro-Fahrer aus Europa gegenseitig mit Drehstrom versorgen. Eine Drehstromtankstelle hat den Vorteil, dass das Laden entweder ganz schnell geht oder viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können. In Lüdinghausen gibt es zwei davon, ebenso in Olfen, wo das Sunny-Cani-Team seine Werkstatt betreibt. Wer selbst eine Drehstromsteckdose durchgehend freigibt, wird Mitglied der Liste.



Im Laufe des vergangenen Freitags kamen die Fahrzeuge in Delbrück an, beim traditionellen Pizza-Essen ging es in den Gesprächen hauptsächlich um neue Technik wie Batterien, Batterie-Management-Systeme und Bordcomputer. Auch beim Sunny-Cani-Team sind diese zukunftsweisenden Ausstattungen teilweise schon vorhanden. Ein solches Treffen ist immer auch ein Elektrotechnik-Seminar, meint Betreuer Bernd Lieneweg, für die Schüler Lukas Nacke und Fabian Pellmann also auch hoch motiviertes Lernen in den Schulferien. Vieles von dem wird dann in der eigenen Werkstatt in Zukunft umgesetzt.

Am Samstag war Fahren angesagt. Nach einer Stadtrundfahrt durch Delbrück wurde zunächst die historische Wewelsburg besucht, die in der Zeit des Nationalsozialismus eine unrühmliche Rolle der Machtdemonstration der SS gespielt hatte. Im Ort Wewelsburg gab es auch ein Lager, das KZ Niederhagen, in das Menschen gebracht wurden und nie wieder herauskamen, berichtete Pastor Klaus Danne, der dort aufgewachsen ist und seine Betroffenheit seinen E-Mobil-Freunden gegenüber zum Ausdruck brachte. Nach der Besichtigung ging die Fahrt weiter zum Flugplatz Paderborn-Haxterberg, wo nicht nur jede Menge Strom für die Fahrzeuge im leer geräumten Hangar zur Verfügung stand, sondern wo die Elektroflitzer auch eine Formationsfahrt auf der Piste durchführen durften. Der Tower hatte die Startbahn dafür freigegeben, da die Segelflieger Erinnerungsfotos machen wollten. Die Technikbegeisterten erfuhren, dass hier schon eine Segelflug-Weltmeisterschaft stattfand, dass das Segelflugzeug des Vereins „Heinz Nixdorf“ eines der größten und modernsten ist und dass der Verein auch ein Elektro-Segelflugzeug besitzt, das allerdings gerade „ausgeflogen“ war. Nach der Stadtbesichtigung in Rietberg - dort gibt es auch eine aktive Elek­tromobilisten-Szene, die sich in letzter Zeit ausführlich und erfolgreich um Lithium-Ionen-Batterien und das zugehörige Management gekümmert hatte, - ging am Sonntag die Tour zu Ende.

Quelle: Lieneweg 12.08.2009