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Eigene Kalorien - oder Strom von EVA


Angepasste Mobilität – eigene Kalorien oder Strom

Individuelle Mobilität bedeutet, sich unabhängig zu jeder Zeit, zuverlässig und möglichst kostengünstig und sicher von A nach B bewegen zu können. „Schusters Rappen“ und „Drahtesel“ sollten dabei auf kurzen Strecken die wichtigste Rolle spielen. Spazierengehen und Radfahren sind gesund und schonen die Umwelt am meisten. Am anderen Ende des Individualverkehrs steht das Automobil. Dass dieses möglichst CO2-neutral fahren soll, ist heute selbstverständlich. Auch dass das in Zukunft am besten mit einem Elektroantrieb gelingt, darüber sind sich die Experten einig. Klar ist auch, dass der Strom regenerativ erzeugt werden muss, wenn die Ökobilanz stimmen soll. Neue Mobilität bedeutet aber nicht zwangsläufig, ein eigenes Fahrzeug zu besitzen, neben Bus und Bahn (auch zunehmend elektrisch betrieben) schlägt „Carsharing“ (Just-in-Time-Mietsystem) die Brücke zur individuellen Mobilität, ergänzt durch organisierte Mitfahrgelegenheiten, wobei Fahrer und Mitfahrer über Internetplattformen oder Smartphone-Systeme in „Echtzeit“ zueinander finden. Die Lücke zwischen Fahrrad (zu langsam) und Auto (zu groß, zu schwer) gilt es im Sinne angepasster Mobilität intelligent zu schließen. Hier kommen E-Bikes, elektrische Roller und Motorräder sowie 3- und 4-rädrige Leichtkraftfahrzeuge ins Spiel. Sie alle brauchen - mehr oder weniger häufig - regelmäßig eine „Ladung Strom“. Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose und Steckdosen gibt es praktischerweise überall.

EVA will verführen – Stromer kriegen Strom

Die ISOR (Initiative Solarmobil Ruhrgebiet) und das EL-Team Münsterland möchten den Einstieg in die Elektromobilität möglichst niederschwellig fördern, also in erster Linie den Gebrauch der inzwischen zahlreich vorhandenen Elektrofahrräder. Für diese „Pedelecs“, deren Ladung in der Regel weniger als 10 Cent kostet, hat der Pressesprecher der ISOR, Henning Bettermann, EVA erschaffen, die „Electric Vehicle Association“ oder – wer es lieber deutsch mag – den „Elektrischen Versorgungs-Anschluss“. EVA will verführen. Wozu?  EVA hilft dem „Pötter“ aufs Fahrrad … und dem Münsterländer, denn im beschaulichen Lüdinghausen startete kürzlich die Aktion unter Federführung des dortigen Marketing-Chefs Martin Bußkamp. Schnell folgten Senden, Dülmen, Nordkirchen (Foto),/ 

Nottuln, Selm, Lünen, Werne und Dortmund. Die im Internet veröffentlichte EVA-Liste zeigt den Radtouristen, wo sie eine Steckdose benutzen dürfen, „wo Stromer Strom kriegen“, wie es auf dem entsprechenden Aufkleber heißt. Den nämlich dürfen sich Geschäfte, Gaststätten und Hotels an die Tür kleben, wenn sie sich in der EVA-Liste registrieren lassen. Im Moment ist „Mutter Siepe“ in Seppenrade die Brücke vom Ruhrgebiet ins Münsterland, dort kann man essen, übernachten und Strom für sein „Pedelec“  bekommen. Schon etliche Cafés und Hotel-Restaurants in Lüdinghausen und den umgebenden Orten stehen auf der EVA-Liste. Wie findet der Besucher nun sein Steckdosen-freundliches Quartier, wo „Stromer Strom kriegen“?  Da gibt es bereits nach wenigen Wochen Anlaufphase mehrere Möglichkeiten. Bei den Tourist-Informationen von Lüdinghausen und Senden findet man die EVA-Liste, der ADFC Lüdinghausen hat eine „Google-Map“ auf seiner Internet-Seite, wo die Standorte eingetragen sind. Martin Behrs, 2. Vorsitzender der ISOR, hat flugs für TomTom-Navigationsgeräte ein „POI-Overlay“ programmiert, das man sich herunterladen kann. Auch eine Excel-Datei mit Koordinaten für das GPS-Gerät steht zur Verfügung. Alle Links findet man unter www.eva-list.org . So also hilft EVA dem Radtouristen aufs E-Fahrrad, der ISOR sei Dank. Die Idee wird zum Selbstläufer, jeder kann mitmachen, sich von EVA verführen lassen.

 

Stromer kriegen Strom!!

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Quelle: Bernd Lieneweg 17.10.2010