
Lüdinghausen. „Solar“ in jeder Beziehung: Als am Pfingst-Wochenende die erste „Solar-Münsterland-Challenge“ in der Steverstadt Station machte, sorgte die Sonne für lachende Gesichter. Die mit Öko-Strom betriebenen Fahrzeuge hatten nicht nur volle „Tanks“, die Fahrer und Begleiter freuten sich acuh aus anderem Grunde über das gute Wetter: So machte das campieren im Parc de Taverny umso mehr Spaß. Kein Wunder, dass Manfred Elwing, Organisator der Ausfahrt mit den Elektromobilen, am Pfingstmontag eine sehr positive Bilanz zog. „Wenn wir dürfen, kommen wir im nächsten Jahr wieder.“
Selbst aus Australien hatten die Freunde der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge Anfragen von Interessenten zur Teilnahme an der Ausfahrt bekommen.
Die Australier hatten im Internet die Veranstaltung jedoch etwas falsch eingeschätzt. Es war keine Tour für Solar-Profis, sondern eher eine gesellige Veranstaltung bei der der Plausch über Watt und Volt eine vorrangige Bedeutung hatte.
Acht Fahrzeugbesitzer und ein entsprechender Tross nahmen an dieser Solar-Tour teil. Mit von der Party war auch das Sunny-Cani-Team aus Lüdinghausen, das natürlich den kürzesten Anfahrtsweg hatte. Die übrigen Teilnehmer kamen aus dem nördlichen Ruhrgebiet und schafften die Anfahrt nach Lüdinghausen mit einer Batteriefüllung. In der Steverstadt angekommen, diente das Bauhaus zunächst einmal als Tankstelle – ein Verlängerungskabel und eine Steckdose genügten. „Die Strecke zu schaffen, ist für uns die Herausforderung“, kommunizierte Manfred Elwing das Ziel der Tour, die am zweiten Tag auch nach Dülmen zum Wildpferdefang führte. Dort hatten die Solarfahrer Gelegenheit, auf einem Bauernhof nachzutanken. In Dülmen trafen die „Stromer“ auch eine Gruppe Solar-Freaks aus Aachen, die allerdings mit ihren „normalen“ Fahrzeugen angereist waren. Angesichts des herrlichen Ambientes rund um die Burg Lüdinghausen wollen sie im nächsten Jahr ebenfalls an die Stever kommen.
„Wenn das Twike neben einem Porsche steht, interessiert sich niemand für den Sportwagen“, versicherte der stolze Besitzer eines schnittigen Solarmobils, das den Weg von Bochum nach Lüdinghausen gefunden hatte. Was das Vehikel zum „Hingucker“ macht, ist nicht nur die gläserne Plexiglaskanzel oder die Tatsache, dass es auf drei Rädern rollt. Für Staunen sorgt auch die Möglichkeit, den E-Motor des 280 Kilo schweren Fahrzeugs mit Muskelkraft (per Pedale) zu unterstützen. Je nach Fahrweise reicht die Kapazität der Batterien für 70 bis 80 Kilometer. Auch wenn es mittlerweile eine Reihe von Elektrofahrzeugen gibt, die „von der Stange“ gekauft werden können, so handelt es sich bei den Fahrern fast immer um Tüftler und Enthusiasten, die Spaß daran haben, ihr Fahrzeug zu verbessern und somit natürlich alle MAcken kennen.
Über diese Macken und Besonderheiten der unterschiedlichen Fahrzeugtypen ließen sich auch viele Schaulustige informieren, die an den drei Tagen am „Solar-Camp“ vorbeikamen. Wenn dann über Für und Wider mit dem Publikum diskutiert wurde, „blieb manche Grillwurst kalt“, so Organisator Manfred Elwing. Aber im ncähsten Jahr kann die ja wieder aufgewärmt werden.
Quelle: WN 01.04.2004


