Dieser Restaurationsbericht wurde in ähnlicher Form als Siegerbeitrag beim Bundeswettbewerb „Meine Umweltidee“ (Pressebericht) und beim Lüdinghauser Klimaschutzpreis (Bericht) eingereicht.

Nachdem wir, Lukas Nacke und Fabian Pellmann, das Cani-EL am Dienstag, den 10. Juni 2007, vom Fahrer Christopher Kieser übernommen haben, zeigte sich, dass noch viel an seinem Zustand verbessert werden musste, und inzwischen hat sich viel getan.
Am Mittwoch, den 11. Juni, wurde das EL auf den Hof der Familie Nacke überführt, hier bietet eine große Scheune ordentlich Platz zur Reparatur. Am Mittwoch wurde direkt nach Ankunft die gesplitterte Haube abgeschraubt.

Wo wir schon mal zugange waren, haben wir direkt alle Verkleidungen demontiert, währenddessen immer mehr Mängel ans Tageslicht rückten.
Nach dem Telefonat mit Holger Keser beschlossen wir, alle Arbeiten einzustellen und abzuwarten, was er uns raten konnte, da er uns versprach, am Donnerstag vorbeizukommen. Mit ihm kamen dann auch direkt Christopher Klump und Wolfgang Klievering.
Gemeinsam wurde die Hupe wieder instand gesetzt, der Scheibenwischer funktionstüchtig gemacht, und die Fehlerquellen der defekten Wischwassereinspritzung, mehrere Kabelbrüche, sowie die Problemstelle der defekten Heizung festgestellt.
Am Samstag dem 14. Juni, war Olaf Regge (Olly) zur Reparatur der Haube gekommen. Er zeigte und erläuterte uns, wie man mit Glasfasermatten und Harz umgeht, die Haube vorbereitet, und hat es uns in der Praxis sogleich vorgemacht.

Nebenbei bearbeitete er unser EL mit Rostumwandler, und gab viele Tipps zur Kabelreparatur, sodass wir alle Kabelbrüche statt mit einfachen Lüsterklemmen gescheit verlöteten und mit Schrumpfschlauch eine stabile und sichere Verbindung herstellten, und zeigte auch, wie man die Hydraulikstangen auskugeln kann. Nachdem Olly nach dem Grillen aufbrechen musste, flickten wir die restlichen Ritzen in der Haube sowie im Kofferraum des ELs selbständig.

Eine ordentliche Geduldsaufgabe war es ebenfalls, ein Loch für eine 12V-Bordsteckdose unterm Sitz zunächst zu bohren und danach rund zu feilen. Die Steckdose wurde inzwischen mit 10A-Sicherung an den DC-DC Wandler geklemmt und funktioniert einwandfrei.

In den Abendstunden wurden zum Ausklang noch eine Fußraummatte und eine Abdeckung für das Brett auf dem Batteriekasten aus stabilem Teppichboden geschnitten und montiert.

Am Samstag, den 21. Juli, kamen Bernd Lieneweg und Musiklehrer Andreas Wenking auf einer Biker-Spritztour vorbei, waren begeistert und machten gleich beide eine Probefahrt mit dem unfreiwilligen Extrem-Cabrio, also ohne das Oberteil des Autos.


Nachdem wir dann gemeinsam mühselig Kleberreste auf der Haube abgekratzt hatten, luden Herr Lieneweg und Herr Wenking uns auf eine Pizza ein, damit wir neue Kraft zum Verspachteln der Haube schöpfen konnten.

Nachdem die beiden wieder in Richtung Dortmund weitergefahren waren ging es für uns weiter mit dem Schleifen der Haube.
Die ersten Schichten Spachtel wurden aufgetragen.

Zunächst noch etwas grob und unplanmäßig später aber immer gezielter und nach einer guten Vorstellung, wie es am ende aussehen könnte.
Das Schleifen war dank des Deltaschleifers, den wir von Fabians Onkel geliehen bekommen hatten kein Problem. Nach vielen Stunden zwischen Polyesterstaube und dem Geruch des Lösungsmittels im Härter war die Haube nach einigen Tagen endlich so weit dass sie lackiert werden konnte. Lukas’ Nachbar nahm sie mit in den Schreinerbetrieb, in dem er arbeitet um sie dort kostengünstig mit einer neuen Farbschicht überziehen zu lassen. Die „neue“ Haube erstrahlte in so leuchtendem Blau dass man es erst gar nicht glauben wollte dass sie wirklich zu unserem EL gehört.


Quelle: Lukas Nacke, 24.10.2007
