WN: Hotel für Fliegen und Wespen

Lüdinghausen. Wildbienen, Hummeln, Schlupfwespen und Ohrwürmer machen sich in den heimischen Gärten rar, weil es ihnen in der „aufgeräumten Natur“ an Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten fehlt. Die Klasse 2c der Ostwallschule hat ihren Beitrag geleistet, damit Florfliegen und Faltenwespen wieder ein zu Hause haben. Im vergangenen Sommer ging die Klasse von Lehrerin Illa Schütte in das Biologische Zentrum, um dort ein sogenanntes Insektenhotel zu bauen. In große und kleine Holzscheiben wurden Schlupflöcher gebohrt, für Wildbienen Wohnungen aus Bambusrohr gebaut. Ohrwurmhäuser und Hummelhöhlen folgten. Das Insektenhaus steht zurzeit im Grünen Klassenzimmer der Ostwallschule und dient dort den Mitschülern als Anschauungsobjekt. Das Energieunternehmen RWE würdigte das Naturprojekt der Ostwallschüler jetzt mit der Verleihung des „Klimaschutzpreises 2007“. Die Klassensprecher Sophia Lenfers und Lucas Roters nahmen die Urkunde gestern während einer kleinen Feierstunde im Rathaus von Michael Schmidt, Kommunalbetreuer der RWE-Tochter Westfalen-Weser-Ems AG, entgegen.

Die Ostwallschule muss sich Auszeichnung und Preisgeld in Höhe von 2500 Euro mit zwei weiteren Projektträgern teilen: der Marienschule Seppenrade und dem „Sunny-Cani-Team“ des Gymnasiums Canisianum. Die Marienschule wurde mit ihren Plänen unterstützt, auf einem nicht genutzten Teil des Schulgeländes einen Lern-, Erlebnis- und Gestaltungsraum zum unmittelbaren Naturerlebnis zu schaffen. Den Preis nahm Schulleiterin Agnes Kuse entgegen. Die Schüler Lukas Nacke und Fabian Pellmann bilden zusammen mit den betreuenden Lehrern Dr. Georg Schütz und Bernd Lieneweg das „Sunny-Cani-Team“. Die Gruppe beschäftigt sich seit Jahren mit regenerativen Energien und nimmt seit 2001 mit Solarmobilen an der Tour de Ruhr teil. Der mit 2500 Euro dotierte Klimaschutzpreis geht zu gleichen Teilen an die drei Gruppen.

Mit dem Preis fördert das Enmergieunternehmen RWE den effizienteren Einsatz von Energie und die Erhaltung natürlicher Umweltbedingungen in ihrem Versorgungsgebiet.

Quelle: WN (Jürgen Grimmelt) 12.03.2008