WN: Verantwortung für Zukunft

-asp- Nordkirchen/Lüdinghausen. Die Hauptakteurin, um die sich bei der von Markus Patschke und Bernhard Dornhege veranstalteten Energie-Ausstellung in der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule Nordkrichen überwiegend dreht, zeigte sich am vergangenen Mittwochabend von der prächtigsten Seite – die Sonne. Im Rahmen der bis zum 24. Mai andauernden „Woche der Sonne“ schlossen sich „fachkundige Berater und Handwerker zusammen, um viele Aspekte der Klima- und Energiediskussion aufzuarbeiten, verständlich darzustellen und praktische Hilfestellung für die Bürgerinnen und Bürger anzubieten“, wie Schirmherr und Bürgermeister Friedhard Drebing es formulierte.

So fanden sich auf der Ausstellung sowohl alternative Antriebsenergien für Automobile, beispielsweise vom „Sunny-Cani-Team“ des Lüdinghauser Gymnasiums Canisianum, als auch viele Möglichkeiten zu Energieeinsparungen rund um die Gebäudetechnik sowie energiesparendes Heizen. Etwa 15 ansässige Handwerksbetriebe, Beratungs- und Dienstleistungsbüros gewannen die Veranstalter für ihre Woche. Die Bürger nahmen das Angebot gern an. Als besonders aufschlussreich erwies sich der Vortrag von Dr. Franz Alt, der sich durch die ARD-Sendereihen Panorama, Monitor und Report einen Namen gemacht hat. Seit einiger Zeit beschäftigt er sich mit Antworten auf Fragen wie den Klimaschutz und die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien. Der solare Reichtum sei Wohlstand für alle. Die Mehrheit der Menschen sei nicht etwa zu Ökologen geworden, die der Natur Gutes tun wolle, sondern spare bares Geld durch Effizienz. Dem Aspekt des Klimawandels nahm sich der Baden-Badener besonders an: „Außer erneuerbarer Energie tragen alle anderen Energieträger wie Uran, Kohle, Öl und Gas zur Aufheizung des Weltklimas bei. Wer also nicht nach dem Motto ,nach uns die Sintflut‘ verfahren will, muss in Verantwortung für die Zukunft wenigstens jetzt auf eine Energiewirtschaft setzen, die die Bezeichnung klimaverträglich verdient. Denn nur sie ist menschenverträglich“, so Franz Alt. Auch auf die Gewinnung von Arbeitsplätzen durch eine grundsätzliche Umorientierung machte er aufmerksam. Kosten zu senken und das Klima zu schützen, seien keine zwei paar Schuh’, sondern gingen Hand in Hand. Mit einem Zitat von Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte er die Problematik auf: „Je länger man das Notwendige unterlässt, desto teurer wird es später, das Unvermeidliche zu tun.“

Am kommenden Samstag (17. Mai) ab 9 Uhr findet unter dem Schlagwort „Erneuerbare Energien live“ in Nordkirchen, Capelle und Südkirchen ein Tag der Betriebe mit Besichtigungen und offenen Türen statt. Im Mittelpunkt stehen Energieanlagen.

Quelle: WN 15.05.2008