Hallo: Nachhaltig und auch noch erfolgreich: Canisianum und Davertschule als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet

Lukas Nacke fährt auch einen CityEl. Die Geräte sind die Auszeichnung „Schule der Zukunft“ wert.

Gleich sechs Schulen aus dem Kreis Coesfeld können sich „Schule der Zukunft“ nennen. Unter anderem nahmen am Donnerstag das gastgebende Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen und die Davertschule aus Senden die Auszeichnung entgegen.

Lüdinghausen. Sie konnten die Jury überzeugen, dass sie mit Projekten für eine zukunftsfähige Gesellschaft sorgen. Gemäß Konzept der Landeskampagne „Agenda 21 in der SChule“, in deren Rahmen das Zertifikat verleihen wurde, sollen SChüler mit ihren Ideen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Das „Cani“ engagiert sich dabei unter anderem für ein Kinderheim in Brasilien.

„Ein Mal im JAhr laufen oder inlineskaten wir“, erklärt Timo Arnswald aus der 6c. Im SChnitt bekäme die Schule durch diesen Solidaritätslauf 20 000 Euro zusammen. „Dadurch möchten wir die Verhältnisse im Heim verbessern“, betont Schüler Patrick Jungk. Sie wollten deshalb auch dieses Jah wieder für den Zweck inlinern.

Doch auch an die Umwelt wird im Canisianum gedacht: „Wir machen so genannte CityEl elektronisch fit für das Autohaus Rüschkamp“, erläuterte Lukas NAcke. Die kleinen Fahrzeuge werden mit Akku betrieben und fahren bis zu 60 Stundenkilometer, ohne die Umwelt zu belasten.

Die Davertschule aus mSenden bringt sich ebenfalls ein: „Wir haben uns damit beschäftigt, wie Kinder woanders spielen“, so Lehrerin Margarete Lankermann. In diesem Zusammenhang habe sie sich mit den Kindern beispielsweise auch Drahtspielzeug aus Afrika angesehen oder Fußbälle gebastelt. Sie sehen etwas anders aus, sind nicht aus Leder, sondern aus den MAterialien, die vor Ort zur Verfügung stehen.

„Wenn ich sehe, was mit den Fördermitteln gemacht wird, bin ich begeistert“, betonte entsprechend Hans Christian Makert vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz während der Auszeichnungsfeier in der Aula des Canisianums. Und auch Lüdinghausen Bürgermeister Richard Borgmann war der Meinung: „Wenn das so läuft, braucht man sich vor der Zukunft nicht zu fürchten“.

Als Beweis für die erfolgreiche Arbeit bekamen die Schulen eine Fahne und ein Hausschild verliehen, verknüpft mit der Hoffnung von Makert: „Hoffentlich machen noch mehr Schulen in Zukunft mit“.

Quelle: Hallo / Pia Schrell 06/2008