RN: Umweltfreundliche Dreiräder: Solarchallenge Münsterland Aufladen erst nach 100 Kilometern

Olfen. Der ein oder andere Maigänger wunderte sich, als ihm Dreiräder mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit entgegenkamen. Die kleinen Automobile waren Teilnehmer der Solarchallenge Münsterland, zu der sich Freunde und Fahrer von solarbetriebenen Fahrzeugen am Wochenende trafen.

„Wir sind alle kleine Freaks, die von den Solarautos fasziniert sind“, erklärte Lukas Nacke den Grund für das jährliche Treffen. Die Frage nach dem Warum war schnell beantwortet: „Die Fahrzeuge sind extrem leise, umweltfreundlich und speziell.“ Zusammen fachsimpelte man in den Pausen über Neuerungen und Möglichkeiten zur Verbesserung von Reichweite und Geschwindigkeit. „Je nach Leistung und Energiespeicher fahren die Autos zwischen 50 und 120km/h schnell und können ca. 100 Kilometer am Stück fahren“, so der Olfener. Danach müsse die Batterie wieder an ein Stromkabel.

Hauptsächlich wurde aber natürlich gefahren: Dank eines ausgearbeiteten Zeitplans besuchten die Challenge-Teilnehmer viele Ausflugsziele rund um Olfen.

Nach der Anreise am Vorabend waren die Steverauen am Samstag der erste Stopp. Hier genoss die Gruppe eine Führung von Bürgermeister Josef Himmelmann, ehe sie den Solar- und Energiehof von Hubert Kortenbusch besichtigte. „Die Biogasanlage und das Windrad sind für uns als Technikfreunde interessant“, sagte Lukas Nacke. Tags darauf ging es in Richtung Coesfeld und Lüdinghausen, wo u.a. der Flughafen Borkenberge angefahren wurde.

Sonntags nahmen dann einige Fahrer bereits früh den Heimweg in Angriff. Kein Wunder, denn bei der begrenzten Reichweite sind lange Wege nur in Etappen zu schaffen.

Quelle: Ruhrnachrichten 05/2009