Lüdinghausen – Zwei Teams aus Lüdinghausen waren jetzt bei der 18. Tour de Ruhr der ISOR (Initiative Solarmobil Ruhrgebiet) in Dortmund beteiligt: das Sunny-Cani-Team und das Rüschkamp-Team mit den Fahrern Sylvia Illberger, Bernd Lieneweg, Lukas Nacke und Fabian Pellmann. Bereichert durch viele Erfahrungen und erfüllt von interessanten Begegnungen mit Menschen, die alle von der Durchsetzung der solaren Elektromobilität beseelt sind, sind sie zurückgekehrt.
Allerdings haben sie in diesem Jahr keinen Pokal nach Lüdinghausen geholt, zu viele technische Pannen und Probleme stellten sich ein, deren Lösung so viel Aufmerksamkeit und Zeit beansprucht hat, dass es nicht für eine Platzierung gereicht hat. Aber gerade die Lösung technischer Probleme in der Gemeinschaft Gleichgesinnter macht den Reiz der Tour de Ruhr aus, heißt es in der Mitteilung der Lüdinghauser Teilnehmer. Es wurde intensiv diskutiert, immer wieder hart gearbeitet und viel gefahren (Beschleunigungsstechen, Bergwertung) auf dieser Rallye der Elektroauto-Pioniere.
Besonders die zu besichtigenden und zu testenden Neuerungen waren interessant. Viele Autos fahren inzwischen mit hocheffizienten Lithium-Ionen-Batterien, es gibt serienmäßige superschnelle E-Motorräder, sogar Crossmaschinen. Auch eine weitere Schulgruppe hat das Basteln an Elektrofahrzeugen entdeckt. So konnte man einen Elektroflitzer bewundern, den eine Hauptschul-AG aus einem Segelflugzeugrumpf gebaut hatte. Ein deutscher Wissenschaftler war aus Malaysia angereist und bestritt die Tour mit einem selbst elektrifizierten Fahrrad, das die Energie aus einer serienmäßigen Brennstoffzelle bezieht. Bei der Präsentation der Fahrzeuge in der Dortmunder Innenstadt tauchte noch ein professionelles Entwickler-Team auf und stellte sein Vorserienfahrzeug vor, einen elektrisch angetriebenen Loremo. Das ist ein relativ kleiner, ganz flach gebauter „Volks-Sportwagen“, in den man über die hochgeklappte Frontpartie einsteigt. Dieses Hightech-Elektromobil schafft eine Spitzengeschwindigkeit von 170 Stundenkilometern und besticht durch sein futuristisches Design.
Die Münsterländer Elektroenthusiasten nutzten auf der Heimreise wieder einmal gerne die in Lüdinghausen seit geraumer Zeit installierten Elektrotankstellen und genossen während der Ladezeit ein kühlendes Eis in der Fußgängerzone der Steverstadt.
Quelle: WN 08.07.2009
