Enercon: Vier Anlagen sollen noch in diesem Jahr ans Netz

Lüdinghausen. Die Bagger und Kräne können bestellt werden. Dem Bau der vier Windkraftanlagen in Aldenhövel steht so gut wie nichts mehr entgegen. Zumindest mit der Baugenehmigung ist umgehend zu rechnen. „Ende nächster Woche geht das Schreiben raus“, bestätigte gestern Olaf Tietze, Sprecher des Staatlichen Umweltamtes, auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten.
Mit dieser Zustimmung endet ein Genehmigungsverfahren, das sich über Jahre hingezogen hat. Von den ursprünglich neun beantragten Anlagen mit einer jeweiligen Gesamthöhe von 150 Metern blieben nur noch vier Anlagen übrig, die vom Boden bis zur Rotorspitze maximal 100 Meter messen. Langwierig war insbesondere das planungsrechtliche Verfahren durch die Stadt und den Kreis, durch das die Grundzüge der Genehmigung in Form eines Bebauungsplanes festgezurrt wurden. Auch jetzt wird die Baugenehmigung noch mit kleinen Auflagen verbunden sein, berichtete Tietze. Aber diese sind mit dem Bauherrn grundlegend abgestimmt.
Die Firma Enercon, die die Grundstücke von den Anliegern gepachtet hat, zeigte sich gegenüber den Westfälischen Nachrichten optimistisch, dass die Windmühlen noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Kein Wunder, denn je früher Storm produziert wird, desto eher rechnen sich die Anlagen. Bevor jedoch die 67 Meter hohen Stahltürme aufgestellt werden, sind noch eine Reihe von Vorbereitungen fällig, erläuterte Tobias Saulich von der Projektleitung der Firma Enercon in Ense das weitere Vorgehen. Schließlich müssen nicht nur Kabel und Übergabestationen errichtet werden. Auch die Anlieferung der Baustelle muss geplant werden. Aus diesem Grunde werden beispielsweise neue Wege angelegt, um die schweren Einzelteile zur Baustelle anliefern zu können.
Die vier Windkraftanlagen sind zwar von ihren baulichen Ausmaßen durchaus mit denen vergleichbar, die im vergangenen Jahr in der Nähe von Haus Kannen in Amelsbüren entstanden sind (Bericht auf der dritten Lokalseite), die Leistung liegt jedoch deutlich höher. Zwei Megawatt betrögt die Nennleistung der Generatoren, ide nach Angaben der Firma Enercon im Durchschnitt 3500 Bürger mit Strom versorgen können. Das gesamte Investitionsvolumen wurde von der Herstellerfirma mit acht bis neun Millionen Euro beziffert. Hinterlegt werden muss vom Unternehmen auch eine Kaution, über die im Zweifelsfall der Rückbau der Anlagen finanziert wird.

