WN: Abschied mit wehender Fahne: Cani-Koordinator geht in Ruhestand / Schule mit dem Agenda-21-Titel ausgezeichnet

Die zweite Ausführung der Agenda-Fahne, die die Vertretung des Canisianums gestern in Empfang nahm, weht jetzt über der Schule

Lüdinghausen. Natürlich war es gestern nciht die Abschiedsparty für bernd Lieneweg. Aber etwas wehmütig war der Pädagoge schon, als ihm Petra Giebel, die den Wettbewerb „Agenda 21 in der Schule“ für das Land NRW koordiniert, die Agenda-Fahne zum Abschied überreichte. Zum letzten Mal nahm der Cani-Lehrer an der Auszeichnungsfeier teil – und hatte dabei auch noch Heimrecht, denn die Ehrung der neun Agenda-Schulen aus den KReisen Coesfeld und Warendorf sowie der Stadt Münster fand gestern in der Aula des Canisianums statt. Am kommenden Mittwoch ist für den langjährigen Koordinator der Agenda- und Umwelt-Aktivitäten des Canisianums endgültig Feierabend. NAch 31 JAhrn am Gymnasium Canisianum tritt Lieneweg in den (Un)Ruhestand.

Greenteam, Innenhofbegrünung, Agenda-21-Aktionen, Sunny-Cani-Team – mit all diesen Aktivitäten ist der Name Bernd Lieneweg eng verbunden. Den Themen will er auch nach seiner Pensionierung die Treue halten, versicherte er gestern, nachdem die Auszeichnungsfeier über die Bühne gegangen war. Die Schule wird auch in Zukunft dem Agenda-Anliegen verbunden bleiben, darin ist sich Lieneweg sicher. So kann man auch Schulleiter Hartmut Stutznäckers Begrüßung interpretieren. Er würdigte nämlich die Aktivitäten der Schüler, die mit ihren Projekten „Verantwortung für die Menschen“ übernommen hätten- Die Aula des Gymnasiums Canisianum verwandelte sich gestern in einen Markt der Möglichkeiten. Solarbetriebene Windräder drehten sich, an Stellwänden klebten Bilder, Tabellen und Grafiken, Fotos und Beamer-Präsentationen brachten Projekt-Inhalte näher. Acht Schulen machten auf dem Ideen-Markt deutlich, womit sie sich ihren Agenda-Titel verdient hatten. Bürgermeister Richard Borgmann zeigte sich nach einem Rundgang von den Ideen und Ansätzen beeindruckt: „Ihr seid unsere Zukunft“, rief er den Vertretern der Schulen zu. Er hoffe, dass sich noch viele Schulen der Agenda-Idee anschließen. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg“, so Borgmann. Er dankte dem Canisianum für die Ausrichtung der Feier.

Agenda 21 in der Schule

Die Kampagne „Agenda 21 in der Schule“ wurde im Jahr 2006 von der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) ins Leben gerufen. Sie findet statt im Zeichen der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Der Name bezieht sich auf die „Agenda21“, die 1992 in Rio von über 170 Ländern verabschiedet wurde und Zielvorgaben für eine nachhaltige Entwicklung enthielt. Diese sollen durch die Kampagne konkret in den Unterrichtsalltag integriert werden. Realisiert wird dieses Ziel durch vielfältige Projekte in der Schule – zum Beispiel die Gestaltung des Schulumfeldes oder Partnerschaften mit Schulen anderer Erdteile. Bei diesen Projekten steht die Stärkung der Zukunftskompetenzen der Schüler im Vordergrund. Außerdem sollen sie mit einer nachhaltigen Entwicklung vertraut gemacht werden.

Nach Ende der Projektphase wird das Engagement der Schulen, die ihre Ziele erreicht haben, gewürdigt. Sie erhalten den Titel „Schule der Zukunft in NRW“.

Quelle: WN 20.06.2008