Das silberne Teil unten am Motor ist der Motorhalte. Er ist mit 2 Lagern auf die Achse montiert.
Lager am Motorhalter wechseln
Der Motorträger muss von der hinterachse abmontiert werden und mit neuen Lagern wieder darauf.
Das Problem ist, dass solche Lager am besten mit hydraulischen Pressen abgezogen werden können. In KFZ-Werkstätten standart.
Wenn man das selber machen will:
(Lieber nicht darauf herumhämmern!)
Die Achse im eingebauten Zustand entrosten, erst Drahtbürste, dann Schmirgelleinen (eingebaut lässt es sich ja prima drehen…). Rostlöser einwirken lassen, dann evtl. vorsichtig mit dem Brenner (nicht die Achse ausglühen!) die Lagerinnenringe erwärmen, damit der Rostlöser weiter reinzieht, und der Rost durch die Hitze und das Zeugs sich löst. Zur Not kannst man auch,wenn wenigstens eine Seite sich lösen lässt (noch ein alter Motorhalter der 88er Serie vorhanden?: Dann lässt sich nach lösen der Spannschrauben der Halter sicher einseitig von einem Lager wegschieben), das betreffende Lager zuerst aussen aufflexen (Kugeln verwahren,kann man prima zu zustopfen von Gummischläuchen verwerten),dann vorsichtig den inneren Ring-wenn er sich dann nicht mit dem Meissel hin-und herbewegen lässt-auch auftrennen.Andere Seite ähnlich.
Beim Einpressen der neuen Lager (einteiliger Lagerbock) diese mehrmals drehen, damit nicht zu viel Druck auf eine Kugel kommt (lässt sich bei 2 Lagern leider nicht ganz vermeiden).
Das Gewinde welches die Silentblöcke unten anschraubt geht manchmal kaputt (Alu!!). Dann hängt das Rad und die Aufhängung wird verbogen. Der Tausch ist einfach, man muss auf folgendes achten: Vor allem die Schraube im Alugewinde nicht überdehnen! Ev das hintere Blech gerade biegen. Mit Schraubzwingen und Wagenheber das Fahrwerk in die richtige Position bringen, damit die Schrauben passen.
Für eine höhere Auflösung der Bilder auf diese klicken.
Altes Kunststoff- Riemenrad und neues Händler Joachim Kamm aus Alu.
Mit dem Riemenantrieb gab es einige Probleme. Das große Riemenrad ist bei einigen Fahrzeugen gebrochen, vor allem natürlich bei Fahrzeugen mit aufgedrehtem Ankerstrom (Drehmoment). Es gab bei den Riemenrädern folgende Enwicklungsstufen:
1. Kunststoffrad (Serie 1 Zahnriemen)
2. Kunststoffrad mit Harz ausgegossen (Serie 1 Zahnriemen)
3. Blechrad
4. Blechrad mit stärkerem Blech
5. Aluminiumrad mit seitlichem Steg (Fa: Kamm)
6. Aluminiumrad ballig
7. Aluminiumrad mit seitlichem Steg
Das Original-Blechrad verwindet sich in sich selbst und bricht durch Ermüdung.
Der Händler Joachim Kamm hatte zusammen mit mir und einer Maschinenbaufirma Aluminium Riemenräder entwickelt, mit diesen gab es hinsichtlich Bruch keine Probleme mehr.
Die Stand 97 werksseitig ausgelieferten Riemenrädern haben keinen seitlichen Steg zur Riemenführung mehr, sondern sind dafür ballig gedreht und ebenfalls massiv.
Es folgte wieder die Rückkehr zum oben abgebildeten Riemenrad mit seitlichem Steg.
Die original Radkappen gehen öfter mal verloren (Randsteinkontakt) und sind relativ teuer.
Alternative Befestigung der originalen Radkappen
Die Originalen Radkappen sind mit Gummitüllen auf Steckzapfen befestigt und können einfach abgezogen werden.
Als Diebstahlschutz oder zum Ausgleich ausgebrochener Befestitungslöcher (Randsteinkontakt) können die Radkappen auch angeschraubt werden.
Statt der vorhandenen Zapfen wird dafür ein Hülse mit Innengewinde eingesetzt und die Radkappe mit Schraube und Unterlegscheiben / Karosseriescheiben gesichert.
Die Hülse sollte eine Länge von 29mm und ein durchgehendes M6 Innengewinde haben.
Das sind Audi B4 (aus 90`er) Radkappen.
Diese passen perfekt an die Felgen, sollen aber erst entsprechend bearbeitet werden. Bohrung für die Radmutter in der Mitte. Die Halternasen für Haltering habe ich weggemacht. Die Radkappen sind mit Kabelbinder an der Felge befestigt.
Es ist etwas umständlich bei der Luftkontrolle, aber sieht gut aus und ist nicht schlechter als originale Radkappen.
Variante 2
Im Folgenden wird eine weitere Variante zur Verwendung von 15-Zoll-Radkappen auf CityEL-Felgen beschrieben.
Zur Befestigung auf den Felgen selbst werden hier Verbindungsmuttern M6x30mm verwendet.
Die Radkappen sollten so konstruiert sein, dass eine Verschraubung an den 3 Speichen der Felge möglich ist, also vorzugsweise 6-Speichen-Radkappen.
Zuerst werden die originalen Spannringe entfernt (werden auch nicht mehr benötigt).
Danach müssen die überstehenden Halterungen der Spannringe mit einem kleinen Dremel weggesägt werden.
In meinem Fall stört die Nabe der Radkappe, da die Radkappe zu weit nach innen gebogen ist und daher mit der Radmutter kollidiert. Also muss in der Mitte ein Loch rein. Zuerst muss hier der Zierring weg.
Damit ich mit einer Lochsäge den Mittelteil raussägen konnte, hab ich ein Loch zur Führung reingebohrt.
Und weiter geht´s mit der Lochsäge:
Die ausgesägten Ränder kurz nacharbeiten..
Dann im Abstand von 3cm passend zu den drei Speichen der EL-Felgen Bohrmarkierungen setzen..
.. und dann ausbohren.
Mittels Senker die Kanten für die Schrauben etwas weiten.
Danach mit M6x20mm Senkkopfschrauben und passenden Dichtscheiben auf die Halterungen montieren.
Es bietet sich an, unter den Rand der Radkappen noch einen Streifen Schaumstoff zu kleben, um anschlagen oder klappern zu vermeiden.
Der Umbau ist sehr leicht und von jedem umsetzbar. Das größte Problem ist es, die passenden Radkappen zu finden.
Viel Spass beim Nachbau.
Sascha Meyer, 18.06.2025
Original Conti 80/70-16 40E Cityel (pro Stück ca. 40,- bis 50,- €):
Geringer Energiebedarf, gute Reichweite, freigegeben durch den Hersteller.
Der richtige Reifendruck laut Hersteller beträgt: Hinten 4,0 bar, Vorne 3,5 bar.
Laut CityEl-Anleitung: Vorn: 2,3 bar. Hinten: 2,5 bar.
Twike reifen (derselbe??): Vorn: 4,5 bar. Hinten: 5,0 bar.
Je niedriger der Druck, desto besser die Federung aber desto höher der Verbrauch.
Je höher – umgekehrt.
Wobei recht hohe bzw. niedrige Befüllungen schneller aufs Material gehen.
Mit den Angaben von Continental dürfte man nicht fasch liegen.
Jeder muss das selbst entscheiden, was für ihn richtig ist.
Sehr hoher Energiebedarf, stark eingeschränkte Reichweite, eintragungspflichtig, sehr gute Haftung auf Eis und Schnee. Aber: Da der El mit seinen schmalen Reifen eine viel höhere Flächenbelastung hat, ist er mit „Sommerreifen“ wintertauglicher, als ein PKW mit seinen.
Das El hat speziell von der Firma Continental entwickelte Leichtlaufreifen Typ 80/70-16 40J, die auch auf vielen Solarrennmobilen zu finden sind. Die Reifen haben drei Entwicklungsstufen erlebt. Auf einem anderen Reifen war die Bezeichnung Coninental 80/70 x 16 40 E Tubetype Max Load 310 LBS Load Range B gefunden.
Reifengewicht mit Schlauch und Felge ca. 5,7 kg
Entwicklungen
Stufe 1 70 km/h
Stufe 2 60 km/h mit einer reduzierten Lagenzahl im Reifen
Stufe 3 verändertes Profil Seit 1998.
Eigenschaften Laut Conti:
Profil: KKS 10
Ausgezeichnete Fahreigenschaften auf trockener und nasser Fahrbahn sowie sehr gute Wintertauglichkeit
Lange Lebensdauer
Sehr gute Führungseigenschaften auch bei Schräglage
Diese Eigenschaften haben die Reifen natürlich nur, wenn sie noch ausreichend Profiltiefe besitzen und nicht älter als 5 Jahre sind (Verhärten der Gummimischung im Laufe der Jahre).
Schlauch
Von Herrn Stoll empfohlen: „Michelin Airstop“ – „Butyl“ „For moto tyres“ – „2.75 – 16“ – „90/80 – 16“
Diese halten dicht. Es gibt Fabrikate bei denen man Ärger mit Druckverlust hat…
Ich weiss ja nicht, was der freundliche Apotheker empfiehlt, aber ich würde
2.75 – 16er Schläuche vom Mopped nehmen. Preiswert ab 3,50 € zu haben – da
lohnt datt flicken bald nicht mehr ;o))
Reifenwechsel
Tip:
Manchmal lohnt sich ein Austausch schon auf Grund des Alters:
Neue Reifen sind weicher.
Deswegen rollen sie sanfter über Unebenheiten, senken den Verbauch und/oder steigern die Geschwingkeit.
Wann , wie , warum
Das Reifenwechseln kann man in einer Werkstatt machen lassen oder auch selbst erledigen. Neue Reifen gibt’s beim el Vertragshändler. Um die Reifen selbst zu wechseln braucht man Montierhebel o.ä. (wobei Fahrradmontierhebel meistens zu schwach sind), Seifenwasser oder Montagepaste – kein Silikon, dieses behält die Schmierfähigkeit – und einen Lappen oder Leder um die Montierhebel auf der Felge abzustützen (die Beschichtung der Felge platzt sonst ab). Das El hat Schlauchreifen, wobei die Schläuche im Falle eines Falles mit Fahrradflickzeug geflickt werden könnten. Beim Montieren der Reifen muß man sehr aufpassen, daß man den Schlauch nicht einklemmt. Warme Reifen sind flexiebler! Etwas Spüli o.ä. hilft auch bei der Montage. Ohne Maschinen artet daß manchmal schon in eine Schinderei aus (einige Flüche inbegriffen). – Der Motorradhändler bei mir verlangt für das Reifen montieren 15,-/Reifen.
Den Reifenpilot o.ä. sollte man immer dabei haben.
Anleitung
Luft ganz raus: Ohne Aufbocken oben am Reifen noch an 2 Stellen drücken.
Den ganzen Reifen rundrum überall in die Mitte drücken, so dass man dann an einer Stelle mehr Spielraum hat.
Rundum schön Spüli mit Lappen verteilen. (feucht)
Mit Fahrradplastikreifenhebern (?) den Reifen an einer Stelle über die Felge. Dann Stück für Stück alle ca. 5 cm weiter bis ca. 1/3 danach geht’s einfacher.
Schlauch raus, flicken und wieder rein, unter den Mantel.
Wenn schon trocken, wieder rundum schön Spüli mit Lappen verteilen. (feucht)
Mantel bis 2/3 über Felge, geht gut.
Kabelbinder erleichtern das Wechseln oder Wiederaufsetzen ungemein…: Damit der Reifen auf den letzten 20cm nicht immer wieder raus hüpft, einen Kabelbinder über den Mantel und die Felge legen.
Danach den ganzen Reifen wieder überall, wo er schon über der Felge ist, in die Mitte des Felgenbetts (es ist dort tiefer, also kleiner Durchmesser) drücken, so dass man am restlichen 1/3 genug Spielraum hat.
Mit den Reifenhebern den restlichen Reifen Stück für Stück über die Felge bugsieren.
Jetzt folgt die Schlauchverklemmvermeidung 😉 :
Schön den Mantel seitlich rundum zusammendrücken, bei ganz wenig Luft um den Schlauch gut zu legen.
Bei wenig Luft, halb platt, das El ein paar Radumdrehungen hin und her schieben.
Mehrfach Luft raus und wieder rein, damit sich alles zurecht zieht.
Achtung, wenn der Mantel nicht genügend mit Spüli gleitet, dann geht er nicht von allein ins äussere Felgenbett, sondern bleibt ev. an einer Stelle innen… (Dann hoppelt’s)
Zeitaufwand bei mir, beim ersten Mal ca.30 Min. Im Forum wurde von 10 Min (!) berichtet.
Um eine Beschädigung der Felge bzw, der Lackierung zu vermeiden, gibt es im Motorrad Zubehörhandel Felgenkantenschützer aus Kunststoff, die man auf das Felgenhorn stecken kann.
Felge
Die 16 Zoll Magnesium Felge hat bei mit folgende Typenbezeichnung Grimeca 3 Razze Stella E-1,85 x 16 Dot-D, Gewicht ca. 3,4 kg.
Es ist die gleiche wie beim Twike, das ja für 2 Personen + Kind zugelassen ist. Es stellt sich also die Frage, ob mit dem richtigen Reifen beim CityEl eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts möglich ist.
Winterreifen
Heidenau K66 Snowtex 80/80-16 46J. (Zumindest in Deutschland Eintragung nötig!)
Achtung diese Reifen sind als schlauchlose konstruiert. den Reifen darf man nicht auf der Cityel Felge schlauchlos fahren. Felgen für Schlauchlosreifen haben in der Bezeichnung H2 für 2x Hump, das sind Wülste innen auf der Felge damit der Reifen in der Kurve nicht nach innen in die Felge rutscht. Das hätte einen plötzlichen Druckverlust zur Folge. Den Schlauch vor der Montage gut mit Talkum einreiben, da Schlauchlosreifen innen nicht so glatt sind und den Schlauch auf scheuern können…
Im Forum wird über einen bis zu 30% höheren Rollwiderstand berichtet. Dadurch sinkt die maximale Geschwindigkeit und der Verbrauch steigt. Das ist bei Winterreifen normal, da das Profiel mehr Grip hat und die Gummimischung weicher ist. Seinen Vorteil spielt ein Winterreifen erst bei Eis, Schnee und hohen Minusgraden aus. Wer also bei diesen i.d.R. nicht lang andauernden Witterungsbedingungen auf sein El verzichten kann, für den lohnen Winterreifen kaum.
Winterreifen-Plicht
Ein Kollege hatte beim City-El-Hersteller nachgefragt, ob die Winterreifenpflicht auch für das City-EL
gelten würde. Sinngemäß bekam er die Antwort, das die Winterreifenpflicht nur für Fahrzeuge mit EU-Fahrzeugtypennummer besteht. Die Zulassungsgenemigung ist für das City-El in Europa aber nicht einheitlich geregelt, es hat keine EU-Typengenehmigung. Somit besteht wahrscheinlich kein Verstoß gegen das EU-Gesetz. Dies alles unter Vorbehalt, da ich mich mit rechtlichen Dingen nicht auskenne und es auch nur über Dritte gehört habe.
[EL-ektriker]
Schlauch zwischen Felge und Reifen verklemmt. Abhilfe: Mantel ohne Luft nach innen drücken und langsam wieder aufpumpen.
Bei zu schneller Kurvenfahrt kann sich der Schlauch ebenfalls zwischen Felge und Reifen verklemmen. Abhilfe: Nicht so heizen… ich weiss das fällt schwer…
Batteriekorb mit Blattfeder, Vorderrad, Blattfedern hinten
Vorderradaufhängung
Das El hat vorne ein Federbein ähnlich einem Motorroller mit einer kurzen Schwinge und einem Dämpferbein.
Das Bild oben ist von einem Serie 1 Fahrzeug, deshalb sind dort noch Hebel zur Aufnahme des Bowdenzugs für die Feststellbremse zu sehen.
Hinterräder
Hinten sind einseitig eingespannte Viertelelliptik-Blattfedern mit Dämpfern montiert. Der Federweg ist besonders hinten sehr kurz. Es kann bei älteren Serien vorkommen, daß der Motor an die mittlere Batterie anschlägt und diese beschädigt. Einige Els liegen so tief, daß die
Stossdämpfer ständig auf den Gummiendanschlägen „reiten“, der Federungskomfort leidet hier natürlich. Stärkere Federn sind seit ca.1995 Serie. Ältere Fahrzeuge lassen sich selbstverständlich mit den neuen Federn nachrüsten. Sowohl alte als auch neue Federn sind gebrochen.
Meistens passiert dies an der festen Einspannstelle, am Schraubenloch.
Umbautips: Durch eine verlängerte Unterlage (z.B. 15mm Aluminium, 25mm länger als die Originalunterlage) ist das Problem relativ einfach zu beheben. Wenn man einen sehr großen Radius (500mm) an der Verlängerung vorsieht, 10mm hinter dem Schraubenloch beginnend, wird die Krafteinleitung weiter verbessert. Eine weitere Verbesserung der Einspannung kann durch ein Druckstück (z.B. aus 10mm Aluminium) erreicht werden, das die Unterlagscheiben an den M10 Schrauben ersetzt. Wenn die Unterlage keilförmig ausgeführt wird, sollte auch das Druckstück keilförmig sein, damit sich die Schrauben nicht verkanten und die Kräfte großflächig eingeleitet werden.
Reparatur/Umbau
Die Low-Cost Lösung falls man ein zusätzliches Paar „alte“ Federn hat: Ein Paar Federn auf 3/4 der Länge absägen (Das Drittel, das an der Radaufhängung montiert ist kommt weg.) und leicht abrunden. Dann parallel, also über den vorhandenen Federn einbauen. Zwischen den Federn eine gute Schicht Fett einbringen. Dadurch wird die Federung verstärkt und das CityEl um die Dicke der 2ten Ferdern hochgesetzt.
Alternativ zum Fett kann auch ein Messingblech von 1 bis 1,5mm Stärke zwischen die Blätter gelegt werden.
Zitat aus dem Forum: […] Stahl auf Stahl ist nun mal kein guter Lagerwerkstoff. Da hilft auch das beste Fett nur temporär.
[…] Ich habe, so wie im Maschinenbau üblich, als Zwischenlage (Lagerwerkstoff) ein 1,5 mm Messingblech verwendet. Seitdem habe ich von den Federn nichts mehr gehört […]
Doppelte Federn
Mit den doppelten Federn war die Federung bei mir (SB) zu stramm, Gehopse war die Folge. Jetzt habe ich sie von ca. 2 cm Breite am freien Ende (vor der Radaufhängung) bis vor dem Ende (Karosseiebefestigungspunkt) schmaler gemacht. Sie bilden nun ein langes Dreieck. Und siehe da, der Federkomfort ist super. Mit Kind hinten (max. Gewicht erreicht!) kann ich über Gullideckel und ähnliches fahren und es ist gut. Ein ganz anderes Fahrgefühl. (Beide Federn, die ganzen und die gekürzten 2ten, sind das neuere, schlanker werdende Modell) Ich kann nur sagen, schmeißt Eure alten Federn bloß nicht weg. Baut die Neuen ein und die Alten angespitzt darüber.
Montage und Zurichten:
Beide Federn mit Vorderteil in Schraubstock hochkant einspannen. Mit Flex und 1mm Stahltrennscheibe von oben nach unten schräg seitlich schmaler schneiden. Bei mir hat eine 1/2 Scheibe gereicht!
Einbau: El aufbocken ( z.B. gr. Brett unter Akkukorb und Karosserie mit Wagenheber in der Mitte). Vordere beiden Schrauben der Federn lösen. Feder mit Schraubenzieher nach untern biegen und Aludistanzplatte rausnehmen, falls vorhanden. Dann durch Hinterad die angespitzten Federn (und danach die Distanzplatten) über die alten einfädeln (Fett dazwischen!)(Das einfache Einfädeln durchs Rad geht nur bei schmaleren Federn, sonst unter dem Boden). Von unten den korrekten Sitz kontrollieren und festschrauben. Fertig. Das ganze klappt ohne das Rad abzumontieren…
Erfolgs Bestätigung:
Dieser Umbau ist sehr zu empfehlen, kein Vergleich mit der Orginalfederung !!!!!!!!!!!!!!!! 01-2008—HP
Kommentar: (EL-ektriker,12.2008) Habe diesen Umbau vor etwa einem halben Jahr gemacht, kann nur sagen das hat’s gebracht, die Federung schlägt jetzt nur noch selten durch. Die Messingbleche sind eine sehr gute Idee, bis jetzt keine „Fressspuren“. Habe Graphit fett verwendet und die bearbeiteten Stellen möglichst glatt geschliffen (poliert). Die Länge der oberen Feder ist bei mir 25cm (dann kommt die Federbeinbefestigung), das Messingblech (1,8mm verwendet) sollte keine Anschrägung (wie das obere Federblatt) erhalten und mindestens 5mm länger sein, damit das Material nicht seitlich weggequetscht wird. Wen das Messingblech optisch stört, schwarzer Lack drauf und das Graphitfett verdeckt die bewegten Stellen. Das Fahrzeug liegt geringfügig höher, das Fahrverhalten ist gut.
Eine Warnung ! Nach einer Woche schliff das linke Rad leicht im Radkasten. Eine Dämpferkonsole hatte sich gelöst und das Aufhängungsblech nach hinten gebogen, soetwas unter voller Belastung, eine Katastrophe. Das gleich nach einem halben Jahr auf der anderen Seite. Das Problem sind die beiden M10 Gewinde in den Al-Dämpferkonsolen. Sie reißen aus bei zu hohem Anzugsmoment, oder die Schraube rappelt sich mit der Zeit los bei zu niedrigen Drehmoment. Ich rätsel heute noch warum dieses Sicherheitsrelevante Bauteil „auf Zug“ (das Gesammtgewicht hängt in diesen Gewinden) montiert und ausgerechnet aus Aluminium gefertigt ist (Prinzip Eigensicherheit ist hier vollkommen außer Kraft gesetzt)! Mein Tipp, diese Schrauben möglichst dran lassen, wenn‘s nicht anders geht mit Bedacht und Gefühl daran gehen, Drehmomentschlüssel verwenden und Routinemäßiges Nachschauen/tasten ! (dann klappt’s auch mit der Rente;)
Die neuen 3fach Federblätter von CC
Die neuen Federn sind nur noch 5 statt 8 mm dick und lassen den Federungskompfort ganz erheblich steigen.
Federwechsel hinten:
Batteriekorb von unten Achsmuttern hinten lösen
Fzg. Aufbocken
Räder abnehmen
Die Federn sind am festen Ende mit jeweils zwei Schrauben am Batteriekorb befestigt. Im Batteriekorb befinden sich angeschweißte Muttern. Oberhalb von diesen Muttern sammelt sich Dreck der zuerst entfernt werden muß!
Die Muttern mit Kriechöl / Rostlöser gut einsprühen, die Befestigungsschrauben sind sonst kaum zu lösen. Der Gau ist eine Zerstörung des Gewindes oder Abriss der Schraube
Die Kunststoffabdeckungen in den Radkästen entfernen.
Die Halteschrauben der Bremsankerbleche (horizontal SW17) an den Silentblöcken entfernen
Mit einem Wagenheber die Federn wieder etwas belasten (Wagenheber unter den Federn ansetzen)
Die oberen Schrauben der Stoßdämpfer am Batteriekorb lösen.
Federn entlasten
Silentblöcke/Dämpferkonsole und Querstabilisator von den Federn entfernen (Aluminiumgewinde Vorsicht bei der Remontage).
Die Federn am festen Ende lösen und abnehmen (wenn Ihr die vorderen Schrauben abreißt wird’s problematisch – Im schlimmsten Fall muß man die Schraubenreste ausbohren und beschädigt dabei wahrscheinlich das Gewinde der Mutter. Hier hilft dann nur noch eine zweite Mutter auf die vorhandene Mutter aufzusetzen. Diese Zweite Mutter kollidiert dann mit einer Befestigungsschraube des Batteriekorbes in der Batterie……) Die Gewinde vor dem Lösen gut einsprühen!
Der Einbau erfolgt dann analog zum Ausbau. Wichtig dabei ist, daß man keine Verspannungen aufkommen läßt (bei den Federn + beim Monteur)… Am besten begegnet man diesem in dem man die Arbeitsschritte für beide Seiten immer gleich ausführt.
Bei einigen Fahrzeugen sind auch noch Aluminium Distanzscheiben montiert um das Fahrzeug höher zu setzen.
Distanzscheiben; Silentblöcke/Dämpferkonsole
GFK Blattfedern eine Idee
Das Sam hat solche Federn! Das würde einiges an Komfort bringen…
http://www.prause-durotec.deVorteile gegenüber Stahl:
▫ Gewichtseinsparung von bis zu 75 %
▫ Korrosionsfrei
▫ längerer Lebenszyklus
▫ Bruchfest
Die Gasdruckfedern (oder „Dämpfer“, „Stossdämpfer“) „Stabilus Liftomat 500 Gasfedern/Gasdämpfer“ öffnen die Haube: https://www.stabilus.com/de/gasfedern-und-daempfer/lift-o-mat-gasfedern (Vermutlich die Originalen)
Die Nummern sind: 095400 (400N, 300mm Hub, 685mm ausgefahren) für Targa, 095397 für Cabrio (350N, 300mm Hub, 685mm ausgefahren)
Diese Gasdruckfedern lassen mit der Zeit nach und müssen dann ersetzt werden, der Tausch ist einfach.
Am 05.2009 kosteten diese bei www.emobilshop.de 39 Euro.
Laut Forumsbeitrag vom 11.12.2010 passen auch von der Firma FK Söhnchen
die Gasdruckfeder Nr.: 316044 und
Laut Forumsbeitrag vom 11.12.2022 (Sven Salbach) passen auch die Dämpfer vom Audi 100 Avant/A6 C4 Avant (OE-Ersatzteilnummer: 4A9827552). Sie sind aber ein bisschen kürzer
!Wichtig!
Was ist beim Einbau der Gasdruckfedern zu beachten?
Damit sich die Dichtung der Gasdruckfeder immer im Öl befindet, müssen Sie darauf achten, sie richtig herum einzubauen. Das bedeutet die Kolbenstange gehört immer nach unten. Liegt die Dichtung nicht im Öl entsteht ein SlipStick Effekt (verkleben), wodurch sich die Lebensdauer der Gasdruckdämpfer verringert.
Bremsbeläge ohne Metallsplitter zum Kleben kaufen bei Litrade.de
Bremse
Das CityEl hat ein hydraulisch betätigtes Zweikreisbremssystem mit drei Trommelbremsen. Ein Kreis für die vordere Bremse und ein Kreis für die Hinterräder
Die Handbremse im el ab Seriennummer 2000 wirkt auf die Hinterräder, bei Serie 1 Fahrzeugen auf das Vorderrad. Durch die Handbremse wird die Bremsnockenwelle verdreht und damit der Bremsbelag an das Rad gedrückt.
Bremsschlauch vorne ersetzen
Stahlflex Bremsschlauch – Sonderanfertigung der Firma Techlinger
Farbe:Neutral Bank
Länge:: 51 cm (original Bremsschlauch vorn ist etwa 50,5 cm lang)
Linker Anschluss:: Typ 25 M10, Ring 20 ° abgewinkelt (am Radbremszylinder)
Rechter Anschluss:: Typ 39 Länge 22, Höhe 11 Breite 10, (am Hauptbremszylinder)
Rechter Halter:: 6 – Halter Schelle
Linker Halter:: 1 – ohne Halter
Die Bremsschläuche lassen sich online konfigurieren und bestellen und haben eine allgemeine Zulassungsbescheinigung.
Der Austausch ist im Servicehandbuch beschrieben, siehe CityEl Reparaturhandbuch
Austausch Bremsbeläge
Arbeiten an der Bremse sollten nur von Fachleuten, ausgeführt werden.
Zu allen Arbeiten ist von City Com eine Reparaturanleitung vorhanden in welcher alle Arbeiten detailliert beschrieben sind.
Nach Abnahme des Rades wird die Rückzugsfeder in der Mitte vorsichtig ausgehängt, dies geht normalerweise von Hand.
Die Bremsbacken langsam entspannen.
Durch den Flüssigkeitsdruck werden die Bremskolben etwas ausfahren. Macht man dies ruckartig, kann es sein, daß die Bremskolben herausfallen! – Dann hat man die ganze Freude des Bremsanlage entlüftens vor sich und kann mittels einem Kabelbinder vermieden werden! –
Die Sicherungsringe vorsichtig von den Achsbolzen für die Beläge abnehmen.
Falls vorhanden die Brücke über den Achsbolzen Abnehmen.
Die Achsbolzen mit Fett einschmieren.
Neue Bremsbeläge aufsetzen und Teile wieder in umgekehrter Reihenfolge montieren.
Die Bremsbeläge des Vorderades unterscheiden sich von denen der Hinterräder durch die Position des inneren Anschlages, bei einer Verwechselung passen sie dann nicht mehr in den Bremstrommelradius.[El-ektriker]
Vermutlich müssen die hinteren Bremse jetzt neu eingestellt werden (Kunststoffplättchen drehen), wenn das Rad nicht mehr über die Beläge paßt.
An der vorderen Bremsankerplatte können die beiden Exenter hinter den Bremsbelägen mit ein wenig sanfter Gewalt verdreht werden. damit kann eine grobe Vorspannung erzeugt werden. Es ist nirgendwo in den Handbüchern dokumentiert und es gibt wohl Versionen, bei denen diese Exenter lose sind, was ein Einstellen unmöglich macht. Grundsätzlich sind sie aber nur in die Ankerplatte gepresst und nicht fixiert.
Handbremse
Die Handbremse im el ab Seriennummer 2000 wirkt auf die Hinterräder, bei Serie 1 Fahrzeugen auf das Vorderrad. Durch die Handbremse wird die Bremsnockenwelle (links im Bild) verdreht und damit der Bremsbelag an das Rad gedrückt.
Direkt unter dem Handbremshebel ist ein kleiner Hohlraum in dem sich Wasser sammeln kann, besonders wenn man das Cabrio offen im Regen stehen läßt… Dieses Wasser gefriert im Winter und die Handbremse läßt sich nicht mehr lösen. Wenn man die schwarze Abdeckung an der Handbremse abschraubt, kann man in den Hohlraum hineinsehen und ihn evtl. austrocknen.
Die Handbremszüge sind im Lauf der Serie verändert worden, da die ersten Züge sehr schwergängig waren. Ein weiterer Aspekt war dessen Längung. Die alten Züge entsprachen eher Farradzügen, nach einiger Zeit hatten sie sich gestreckt, so daß der Einstellbereich am Hinterrad das Ende erreichte und die Handbremse nicht mehr nachgestellt werden konnte. Der Seildurchmesser der neuen Züge entspricht den heutigen PKW-Modellen (Stinker), diese sind fast doppelt so dick und längen sich nicht mehr. [El-ektriker]
Wechseln eines alten dünnen (gelängten) Handbremszuges gegen einen neuen, modernen Zug.
Handbremsseile wechseln ist nicht einfach. Es gibt bestimmt Profis die das mit links machen, falls keiner verfügbar muss man es selber machen. Der kürzere Zug ist noch recht einfach zu händeln, da er gerade verlegt ist, jedoch windet sich der Längere in einem S-förmigen Metallrohr bis zum Handbremshebel. Die jeweiligen Enden der Züge, die im Radkasten münden sind mit einer Art Knetmasse gegenüber dem Chassi abgedichtet und mit eingebauten Batteriekasten an sich nicht zugängig (es sei denn man gehört zur Gattung der Fingertiere). Wichtig ist, dass man auf keinen Fall die alten Züge einfach herauszieht, da die Starrheit des neuen Mandels bestimmt nicht ausreicht, um ihn allein durch Drücken, durch das gewundene Rohr zu bekommen. Auch das Einfädeln der Enden in die kleinen Bohrungen im Handbremshebelkasten ist durch die nicht gerade liegenden Züge fast unmöglich. Vor dem Herausziehen der alten Züge sollte eine Schnur an das Zugende gebunden werden, mit dem der neue Zug hineingezogen und die Spitze geführt werden kann. Als Schnur empfehle ich eine Maurerschnur aus Kunstfaser, diese ist sehr reißfest und dennoch ausreichend dünn (Baumarkt). Der Knoten sollte nicht zu dick sein da er sonst, zusammen mit der Spitze, nicht durch das Loch im Handbremshebelkasten passt. Einige Windungen Tesafilm um Schnur und Spitze verhindern ein Verkanten der Spitze beim Durchziehen. Durch langsames stetiges ziehen wird der alte Zug durch die Dichtmasse herausgezogen. Mit Hilfe der Schnur wird dann der neue Zug durch das Loch in der Dichtmasse zurückgezogen/gedrückt ohne das allzuviel Dichtmasse mitgerissen wird (ein wenig Schmierfett am Mantelanfang hilft sehr). Durch hin- und herruckeln bekommt man auch die Spitze und die Mantelführung durch die Bohrungen im Handbremshebelkasten (Gedult!). Mit einem Stock kann man nun Dichtmasse um den Seilzug plazieren und festdrücken. Züge einhängen und Bremse wieder zusammenbauen. Achtung, die neuen Bremszüge erfordern auch einen veränderten Befestigungsbolzen (mit Schlitz), also rechtzeitig mitbestellen. Fazit: es ist schon ein ziemliches Gefummel das Zeit, eine gute Vorbereitung, Nerven und am besten eine zweite Person erfordert (einer drückt, der andere zieht und führt mit der Schnur). [El-ektriker]
Der Freiweg des Bremspedals sollte nicht mehr als 10mm betragen. Die Bremsen am el lassen sich nur durch die Einstellung der Anschläge an den hinteren Bremsen einstellen. Die Handbremszüge gehen zu den Hinterrädern und enden dort in einer Gewindestange. An der Rückseite des Bremsankerblech sind zwei schwarze Kunststoffplatten, die den Anschlag darstellen. Die Anschläge können in vier Stufen verdreht werden, und spannen damit über die Bremsnockenwelle die Bremsbeläge vor. Prüfen Sie ob die Bremsnockenwellen gängig sind.
Nach Einstellung dieser Anschläge, die Handbremse prüfen – 3 Zähne bis sie zieht, sonst die Gewindestangen an den Handbremszügen nachstellen.
Wichtig ist ein freier Lauf der Räder – Fahrzeug anheben und kontrollieren
Radbremszylinder
Der Radbremszylinder vorne hat einen größeren Kolbendurchmesser als hinten, die Kolben sind also nicht zwischen vorne und hinten austauschbar, auch wenn sie gleich aussehen! Durch den größeren Durchmesser läßt sich vorne ein höherer Bremsdruck aufbauen.
Fehlermöglichkeiten
Wenn Beläge starkt abgenutzt sind und sich das Innenmaß der Bremstrommel vergrößert hat, müssen die Kolben weiter ausfahren, damit verklemmen diese und die Bremse sitzt fest. Das Werk schreibt deshalb ein Mindestmaß für die Bremstrommeln vor (137mm) (135 mm Neumaß).
Wenn die Beläge der Vorderradbremse 50% Belagstärke erreichen, verklemmen sich die Bremsnocken.
Die Bremsbacken können nicht mehr lösen und die Bremse läuft heiß.
Die Nocken liegen hinter dem Aluträger des Bremsbelages und sind nicht zu sehen.
Achtung! Vor dem entfernen der Rückholfeder, die Kolben im Radbremszylinder mit einem Kabelbinder fixieren.
Bei Serie 1 Fahrzeugen kann es bei stark abgenutzen Bremsbelägen vorne, die Vorderradbremse festsitzen. Die Hebel die die Bewegung des zugs auf die Nocken umsetzten ist so stark, daß der Nocken in der Bremse fast mit 90° auf dem Belag sitzt. Abhilfe durch neue Beläge.
Ein Problem bei Serie 1 Fzg war, daß die Bremsbeläge seitlich ausgewichen sind und an der Felge gestreift haben. Dies hat sich durch ein starkes Rattern bei sehr starken Bremsungen bemerkbar gemacht. In der Felge (Bremstrommel) waren dann entsprechende Spuren zu sehen. Durch einen Austausch des Bremsankerbleche oder zumindest Austausch der Achsbolzen gegen den Typ mit der Verstärkungsbrücke konnte dies behoben werden. Leider hat das nicht immer geholfen, es gibt da noch zwei Tricks die ich hier nicht veröffentlichen kann..
Probleme hat es schon mit gebrochenen Rückzugsfedern gegeben. Diese Federn wurden jedoch gegen andere Typen ersetzt.
Undichte Haupt- oder Radbremszylinder sind schon vorgekommen, sind aber eher selten.
Bei längeren Bergabfahrten lässt die CityEl Bremsleistung durch Erhitzung nach. Abhilfe: Rekuperation / Motorbremse. Das erhöt nebenbei noch die Reichweite und schont die Akkus.
Warnung ab Seriennummer EZ 07.2006 Ser.-Nr. ….8555 (mindestens): siehe Forum http://forum.mysnip.de/read.php?363,273417,273609#msg-273609 kann der Bremsarm zu weit nach innen gebogen sein. Er schlägt dann an der Plastikabdeckung an beschädigt ev. bei tierem Einfedern die Kabel oben…
Wichtig: Wenn Bremsflüssigkeit in den Bremsflüssigkeitsbehälter (von einer Harley?) nachgefüllt wird, man die Originalbremsflüssigkeit auf Silikonbasis (SBF 1001 DOT 5, kein 5.1!!) verwendet, alles andere gibt Probleme, weil es den Kunststoff der Wanne löst!
Starkes Rattern und quietschen beim stärkeren Bremsvorgang
Im Normalfall drückt der Bremszylinder über einen kleinen Metallstift die Bremsbacke nach Außen. Der kleine Stift steckt mit einem Ende im Bremszylinder und mit dem anderen Ende in einer Mulde der Bremsbacke und ist beweglich. Um die volle Kraft auf die Bremsbacke zu übertragen muß dieser Stift mit der Bewegungsrichtung des Bremszylinders fluchten (ein abkippen zur Radachse ist ok, die Druckstrecke beschreibt ja eine kleine Kurve). Hat sich nun die Bremsankerplatte, die Bolzen oder die Bremsbacke verzogen, fluchtet dieses Kraftübertragugskette nicht mehr. Der kleine Stift steht nicht mehr gerade zur Achsrotation, sondern leicht schief nach außen. Die Bremskraft wird jetzt nicht mehr vollständig in Anpressrichtung geführt sondern drückt die Bremsbacke zunehmenst seitlich weg. Das System gerät dadurch in seitliche Schwingung (rattern, quietschen). Dadurch verzieht sich das System weiter, bis die seitliche Auslenkung so stark wird , das die Backenkante die Stützrippen im Rad beschädigt (schlimstenfalls sich darin verfängt und große Stücke herausbricht).
Indizien für ein verzogenes System sind:
rattern, quietsche bei stärkeren Bremsungen (besonders Vorderrad)
der Stiftabdruck in der Bremsbackenmulde ist nicht genau in der Mitte, sondern leicht seitlich
die Bremsbacken liegen nicht parallel zur Bremsankerplatte, sondern stehen oben am Bremszylinder weiter ab (von der Seite bei demontierten Rad draufschauen)
Vorwort: Da ich mit Wiki und Co nicht so gut umgehen kann besteht der Artikel solange dieser Satz hier steht nicht auf Vollständigkeit.
Der Geberzylinder liegt in dem ALU Profil der Gas- und Bremspedalkonsole.
Er beinhaltet zwei Kammern. Die Erste für den hinteren Bremskreis, die Zweite für den vorderen Bremskreis.
Die Kammern sind durch die Bremskolben getrennt.
Da die Dichtungen an den Kolben irgenwann verschleißen, gibt es ein recht günstiges Reparaturkit, welches je nach Anbieter bei etwa 30 Euro liegt.
Der Zylinder selber -also das ALU-Profil; kostet dagegen um die 150,- Euro.
Hier soll nun der Austausch der Kolben mit dem Reparaturkit beschrieben werden.
Zunächst hier ein paar Bilder meines Schadens:
Oben alt, Unten neu:
Druckbeschädigung der Manschette:
Das passiert, wenn beim Einschrauben der Fixierungen nicht aufgepasst wird:
Risse in den Kolbendichtungen:
Material
1 öldichter, sauberer, verschließbarer Behälter -für das abgelassene Bremsöl
22er Schlüssel/Knarre
12er Schlüssel/Knarre
11er Schlüssel/Knarre
14er Schlüssel/Knarre
7er Schlüssel/Knarre
Elektronikschaltplan der Pedalkonsolenverdrahtung
Ein Bremsen Reparaturkit
5mm Imbusschlüssel
Glattes Rundholz max. 10mm im Durchmesser und etwa 30 bis 40 cm lang
weiches Fusselfreies Tuch -nicht zu groß
kleine, nicht zu helle Taschenlampe
Bremsflüssigkeit DOT5 auf Silikonbasis -Handbuch beachten.
1. Bremsflüssigkeit ablassen.
Lösen Sie den Bremsschlauch mit dem 14er Schlüssel am linken Hinterrad. Achten Sie auf die ZWEI Kupferdichtringe. Legen Sie den Schlauch in das o.g. Gefäss.
Pumpen Sie nun solange mit dem Bremspedal, bis Sie hören, daß nur noch Luft aus dem Rohr hinten kommt -hört sich wie ein schlürfendes Geräusch an. Sie werden dabei bemerken, daß der Bremsflüssigkeitsbehälter sich leert.
Nun schrauben Sie den Schlauch hinten wieder feste -ein Kupferdichtring vor und der Andere hinter den Ringanschluss des Schlauches.
Vorne ist das Entleeren etwas schwieriger. Am besten holen Sie sich einen Helfer.
Halten Sie den Behälter unter die Entlüftungsschraube des Vorderrades und öffnen Sie diese. Nun lassen Sie den Helfer langsam das Bremspedal pumpen, bis kein Öl mehr herauskommt. Schließen Sie die Schraube wieder.
Bremsflüssigkeit ist Sondermüll und gehört nicht in den Hausmüll. Bitte entsorgen Sie die Altflüssigkeit ordnungsgemäß.
2. Bremszylinder Ausbauen
Der Bremsflüssigkeitsbehälter ist mit Quetschverbindern über die Schläuche mit dem Bremszylinder verbunden. Sollten Sie nicht über passende Werkzeuge verfügen, lassen Sie die Finger von diesen Schläuchen und lösen Sie die beiden 10er Schrauben des Behälters.
Halten Sie immer Lappen bereit. Es kann sein, daß noch Öl in den Verbindungen steht.
Lösen Sie nun die 11er Quetschschraube, welche die Kupferbremsleitung für den hinteren Bremskreis abdichtet und ziehen Sie das Rohr VORSICHTIG aus dem Zylinder.
Als nächstes lösen Sie die 14er Verschraubung, welche den Schlauch für den Vorderen Bremskreis abdichtet. Achten Sie wieder auf die Kupferdichtungen.
Klemmen Sie die Elektronik ab (Mirkoschalter).
Lösen Sie die 3 Imbusschrauben, welche die Pedalkonsole am Chassis hält.
3. Bremskolben ausbauen.
Lösen Sie den Blechriegel des Bremspedales an der Welle und demontieren Sie das Bremspedal mit dem Stößel.
Lösen Sie die 22er Schraubkappe am Ende des Zylinders. Achtung hier drückt eine Feder von innen.
Lösen Sie nun die beiden seitlichen 12er Schrauben -sie fixieren die Kolben in Ihrer Endlage.
Drücken Sie die Kolben mit dem Rundholz vorsichtig aus Richtung der Schraubkappe in Richtung Bremspedal aus dem Zylinder.
4. Zylinder prüfen
Legen Sie nun das fusselfreie Tuch um das Rundholz und reinigen sie den Zylinder von Innen.
Leuchten Sie nun von einer Seite in den Zylinder und schauen Sie von der Anderen in den Zylinder hinein. Betrachten Sie die Wände. Fallen Ihnen schwere, tiefe Riefen oder Unebenheiten auf? Wenn ja: Der Zylinder ist Schrott. Bestellen Sie einen Neuen. Versuchen Sie nicht den neuen Kolbensatz einzuführen. Die Dichtungen werden sofort zerstört. Brechen Sie hier ab, bis der neue Zylinder da ist.
Sind die Wände dagegen gleichmäßig glatt und sie sehen nur die leichten Laufspuren der Kolben, können Sie weitermachen.
5. Einbau der neuen Kolben.
Alle Teile müssen vorsichtig auf der Seite der Schraubkappe eingeführt werden. Es ist keine Gewalt nötig. Ein wenig Schwergänigkeit ist durchaus gewünscht. Prüfen sie vor dem Einbau die Dichtungen des Reparatursatzen auf Risse oder Produktionsfehler. Sollten die Dichtungen beschädigt sein: Umtauschen. Achten Sie auf Sauberkeit beim Einbau. Staub, Dreck und ähnliche Dinge können die Dichtungen unmittelbar beschädigen. Verwenden Sie keine Fette oder Öle zum Schmieren. Es können unvorhersehbare Reaktionen mit der Bremsflüssigkeit enstehen, die binnen kurzer Zeit die Dichtungen angreifen.
Sollten Sie sich beim Einbau vertuen, ziehen Sie die Teile nicht heraus. Drücken Sie sie vorsichtig Richtung Bremspedal durch und fangen Sie von Vorne an.
Achten Sie auf die richtige Richtung der Teile beim Einbau.
Hier nun die Bildliche Abfolge:
1. Der Kolben mit der Stößelaufnahme vom Bremspedal
2.Die Rückholfeder mit der Übergabeführung zum zweiten Kolben
3.Der zweite Kolben mit der Rundmanschette
4.Die Rückholfeder des zweiten Kolbens
5. Verschrauben
Zuerst müssen die Kolbenfixierungen eingeschraubt werden. Die beiden 12er Schrauben reichen in den Kolbenraum hinein. Man muss also die Kolben auf richtige Lage prüfen:
Sind die Fixierungen eingeschraubt, nur noch die 22er Kopfverschraubung eindrehen -dabei auf die Feder achten.
Als Letztes noch das Bremspedal wieder monieren.
Bewegen Sie die Kolben im trockenen Zustand bitte nicht unnötig. Die Gummies sind jetzt nicht geschmiert.
Reinigen Sie am besten noch das Sieb des Bremsflüssigkeitsbehälters kurz mit lauwarmen Wasser. Trocknen Sie es danach gut ab aber nicht das Sieb beschädigen.
6. Einbau der Pedalkonsole
Zunächst Fixieren der Konsole mit den drei Imbusschrauben.
Anschrauben des Bremsflüssigkeitsbehälters
Aufschrauben der beiden Bremskreise Vorne -achtung Kupferdichtringe; und hinten.
Verdrahten der Elektrik
7. Bremsanlage befüllen.
Füllen Sie Bremsflüssigkeit in den Behälter bis er gut gefüllt ist.
Nehmen Sie einen Helfer zum Betätigen des Bremspedales.
Lösen Sie zunächst die Entlüftung am hinteren linken Rad. Lassen Sie Pumpen, bis satt Flüssigkeit aus der Entlüftung kommt und verschließen Sie diese wieder.
Als nächstes die Rechte Seite entlüften und zu letzt das Vorderrad.
Füllen Sie Bremsflüssigkeit nach Bedarf nach.
Es darf keine Luft im System bleiben!
8. Bremsentest.
Das Bremspedal muss im oberen Drittel des Weges bereits Druck auf der Bremse aufbauen. Fällt das Pedal in das letzte Drittel bevor Druck kommt, ist entweder noch Luft in der Anlage, oder es ist eine Undichtigkeit aufgetreten.
Prüfen Sie an der Pedalkonsole, ob Flüssigkeit an einer Verschraubung austritt. Sollte eine der Kupferdichtungen nicht dicht sein, tauschen Sie sie aus. Dafür muss die Anlage nochmal geleert werden -leider
Fahren Sie die Bremse auf einer flachen Strecke mit möglichst wenig oder besser gar keinem Verkehr ein -privates Grundstück, Hof oder ähnliches; und prüfen Sie die Funktion genau. Fahren Sie nicht einfach los in dem Glauben es passiert schon nichts.
9. Sicherheitshinweise
Diese Anleitung ist nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Ich kann und werde jedoch keine Verantwortung in Bezug auf Ihre Arbeit übernehmen, auch wenn Sie die Anleitung genau befolgt haben. Sollten Sie unsicher sein und/oder nicht den technischen Hintergrund für solche Arbeiten haben, lassen Sie es vom Fachmann machen.